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Coach yourself - Anregungen und Übungen zur persönlichen Entwicklung

 

Design and Manufacture your Life

Verfasser
  • Marcus Näher
  • Lifewheel Innovative Coaching
  • CH-9434 Au/SG
Anwendungsbereiche
  • Richtig Ziele formulieren und priorisieren
  • Erhalten und Herstellen einer Work-Life-Balance
  • Berufliche Neu- und Umorientierung: Wo liegt meine Berufung?
  • Unterstützung beim Formulieren persönlicher Mission Statements und Alleinstellungsmerkmalen, einer Unique-Selling-Preposition (USP)
  • Wert-und Sinnsuche
  • Analyse von Motivationsproblemen bei Jugendlichen und Erwachsenen
Nutzen
  • Klarheit über die richtigen Ziele und persönlichen Weg erhalten
  • Höhere Motivation und Energie
  • Wohlbefinden und mehr innere Ruhe, da Ziel-und persönliche Wertvorstellungen aufeinander abgestimmt sind
  • Die eigenen Stärken kennen

Es ist inzwischen unbestritten: Ganzheitliches Wohlbefinden verspürt der Mensch, der von innen her die Vielfältigkeit sowohl seiner Persönlichkeit und seines Wesenskerns als auch seiner äusseren Tätigkeiten zu einem harmonischen Ganzen organisiert und sie beherrscht.  

Der Mensch ist, so der berühmte Psychologe Viktor E. Frankl, ein sinn- und werteorientiertes Wesen. Und das hat zur Folge, dass dem Einzelnen gut geraten ist, seine (Lebens-)Ziele mit seinen Werten in Einklang zu bringen und deshalb von Zeit zu Zeit seine Wert-Ziel-Kongruenz überprüft, hinterfragt und entsprechend anpasst. Denn der Weg zur Sinn-und Werteerfüllung führt über die passenden Zielsetzungen. Ziele - in dem hier verstandenen Sinne - sind somit eine Funktion der Werteerfüllung. So entsteht persönliche Authentizität, inneres Gleichgewicht, Harmonie, Sinnerfüllung und last but not least nachhaltige Motivation.
 
Damit Sie in einem ersten Schritt und ohne fremde Hilfe einen Überblick über Ihre persönlichen (Lebens-) Ziele und Werte erhalten, eignet sich folgende Tabelle als Ausgangspunkt und Strukturierungstool:
 
 
 

Vorgehensweise

  1. Im ersten Schritt führen Sie Ihre einzelnen Lebens-und Gestaltungsbereiche auf. Wir verwenden ganz bewusst den Begriff Gestaltungsbereich! Damit soll zum Ausdruck gebracht werden, dass jeder Mensch seine Lebensbereiche aktiv beeinflussen, formen und somit gestalten kann - ja sogar soll.
  2. Bewerten Sie jeden Gestaltungsbereich nach dem Grad der Erfüllung. Dabei handelt es sich um eine Zufriedenheitsskala, die von minus Zehn bis plus Zehn reicht. Minus Zehn steht für Vollkommene Unzufriedenheit und plus Zehn für Vollkommene Zufriedenheit. Fragen Sie: Wie zufrieden bin ich mit meiner momentanen Situation? (IST-Zustand) und ordnen Sie einen Skalenpunkt Ihrer subjektiven/intuitiven Einschätzung zu. Fragen Sie dann im folgenden: Welchen Skalenpunkt möchte ich erreichen, so dass ich Zufriedenheit verspüre und mich wohl fühle? (SOLL-Zustand). Es ist dabei hilfreich, wenn Sie sich Ihr Ziel vor Ihrem geistigen Auge bildhaft vorstellen, als ob es bereits erreicht wäre. Wie äussert sich Ihre Zufriedenheit bzw. wie kommt Ihre Zufriedenheit zum Ausdruck? Was empfinden Sie dabei? Welche physischen/körperlichen Reaktionen zeigen sich? Welche Bedürfnisse werden durch Ihr Ziel erfüllt? Versuchen Sie Ihr Ziel mit allen Ihren Sinnen zu erfassen. Wichtig: Es geht hier um eine rein subjektive Bewertung auf Grundlage Ihrer Intuition. Horchen Sie also insbesondere auf Ihr Gefühle und Ihr intuitives Beurteilungsvermögen. Lassen Sie Ihr freien Lauf!
  3. Wie relevant/wichtig ist mir dieser Gestaltungsbereich? Nachdem Sie gerade Ihren IST-und SOLL-Zufriedenheitsindex festgelegt haben, so fragen Sie sich nun, wie wichtig der jeweilige Gestaltungsbereich für Sie ist? Ziel ist, alle Gestaltungsbereiche in ihren Abhängigkeiten zu erfassen und in eine Balance zu bringen. Sie können hierzu grobe Bewertungskriterien heranziehen, die lediglich zwischen hoch, mittel und gering eingeteilt sind. Das reicht in der Regel aus. Sie können hierzu subjektive und/oder objektive Kriterien heranziehen. Wichtig ist, dass Ihre Beurteilung für Sie stimmig ist.
  4. Nun Fragen Sie sich, welchen Wert Sie mit Ihrer bisherigen Einordnung und Gewichtung erfülllt haben wollen. Streben Sie beispielsweise eher nach Anerkennung in Ihrem beruflichen Umfeld oder wollen Sie Macht und Einfluss gewinnen? Horchen Sie in sich hinein und spüren Sie nach, welche Werte Sie in Ihren einzelnen Lebens-und Gestaltungsbereichen erfüllt haben wollen. Wichtig: Unterschätzen Sie die Frage nach den Werten nicht! Denn Sie sind massgebender Einflussfaktor für Sinnerfüllung und nachhaltige Handlungsmotivation. Wägen Sie Ihre Antwort mit Ihren bisherigen Ergebnissen ab. Passen Ihre Ergebnisse vor dem Hintergrund Ihrer Wertedefinition? Wenn nein, so überprüfen Sie nochmals die Schritte 2. bis einschliesslich 4. Verkrampfen Sie sich nicht! Sie wollen mit dieser Arbeit keinen Wettkampf gewinnen. Musse ist hier effektiver als Schnelligkeit.
  5. Wenn alle Ihre bisherigen Resultate für Sie passend sind, so führt der Weg nun in die Zielgerade. 

Fragen Sie, um beim Beispiel in unserer Grafik zu bleiben:

Was muss sich erfüllen oder ereignen, damit ich in meiner beruflichen Entwicklung einen Erfüllungsgrad von 5 erreiche?

Was müssen Sie TUN, damit Sie Ihren Soll-Zustand erreichen und sich Ihre Werte erfüllen?

Ideal ist, wenn Sie für jeden einzelnen Skalenpunkt zwischen IST und SOLL ein sog. Annäherungsziel formulieren. D.h. Sie formulieren Ihr Thema in der Art und Weise, dass der (End-)Zustand, den Sie erreichen wollen, darin enthalten ist. Ich gönne mir einen Sprachurlaub kann z.B. ein Annäherungsziel sein, um Ihre eigene berufliche Anerkennung zu erhöhen (= Endzustand). Berücksichtigen Sie dabei, dass ein Ziel durchaus auch eine Emotion wie z.B. Freude spüren sein darf. Denn um Freude zu spüren, muss sich etwas ereignen. Und um dieses Ereignis herbeizuführen, so müssen Sie eine Aktivität und Handlung vollbringen. Formulieren Sie Ihre Ziele für jeden einzelnen Gestaltungsbereich bzw. zunächst nur für diejenigen Bereiche, die Sie mit der Relevanz hoch bewertet haben. Fragen Sie dabei immer:

Werden meine Wertvorstellungen durch meine Ziele erfüllt?

Die SMART-Kriterien - Grundregeln für die richtige Zielformulierung

Halten Sie sich bei Ihrer Zielformulierung an folgende Grundregeln, auch bekannt als SMART-Kriterien:

Spezifisch
  • Was soll nach der Zielerreichung genau anders sein oder erreicht sein?
  • Welches konkrete Resultat erwarte ich?
  • Welche Konsequenzen hat die Zielerreichung für mich und andere?
Messbar
  • Kann die Zielerreichung gemessen, kontrolliert werden? (quantitativ, qualitativ) –beobachtbar!
  • Können Fortschritte und Teilziele bewertet werden?
Annehmbar
  • Ist das Ziel realistisch erreichbar ?
  • Sind unüberwindbare Hindernisse absehbar?
  • Ist die Zielerreichung primär in meinem Einflussbereich?
  • Sind notwendigen Ressourcen vorhanden? ( Zeit, Mittel, Fähigkeiten, etc.)
Relevant
  • Ist das Ziel attraktiv und sinnvoll ?
  • Welchen Nutzen hat es für mich, für mein Vorhaben und/oder Unternehmen?
  • Erreiche ich mit dem Ziel das erwünschte Ergebnis?
  • Ist es das richtige Ziel?
Terminiert
  • Gibt es einen konkreten Termin?
  • Wann soll das Ziel erreicht sein?
  • Wann müssen Meilensteine, Zwischenziele erreicht sein?
Einverständnis
  • Habe ich mir ernsthaft das Ziel gesetzt?
  • Kein Ich habe es vor/möchte es erreichen, sondern Ich werde es erreichen! Noch besser: Ich bin auf dem Weg es zu erreichen! 
  • Sind alle maßgeblichen Beteiligten einverstanden und informiert?
  • Mit welchen Wirkungen und Nebenwirkungen muss ich rechnen?
  • Was ist der Preis für mein Ziel? Was wird schwieriger?
(B)ildhaft

Wir erweitern die sog. SMART-Formel um das Kriterium der Bildhaftigkeit – SMART (B):

  • Suchen Sie sich ein Foto, malen Sie ein Bild oder erstellen Sie eine Fotocollage, dass Ihr Ziel repräsentiert.
  • Hängen Sie Ihr Zielbild(er) in Ihrer Wohnung auf, so dass es Ihnen möglichst immer präsent ist.
  • Versuchen Sie zudem, Ihr Ziel mit allen Ihren Sinnen zu erfassen. Was fühlen und sehen Sie, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben? Können Sie vielleicht sogar etwas hören und schmecken? Je mehr und intensiver Sie Ihr Ziel mit sinnlichen Markern anreichern, so wird sich bei Ihnen mit hoher Sicherheit eine innere Motivation entwickeln. Ihrem TUN steht nichts mehr im Wege!

Wichtig: Ziele müssen immer positiv formuliert werden! Sofern Ihr Ziel eine Verneinung enthält, so finden Sie eine positive Formulierung, indem Sie das Schlüsselwort stattdessen verwenden und fragen: Was möchte/werde ich stattdessen tun? Und: Halten Sie Ihre Ziele schriftlich fest!!! Nur durch die Schriftlichkeit schaffen Sie auch Verbindlichkeit.

Gratulation

Wenn Sie Ihre Ziel-Werte-Arbeit nach der hier vorgestellten Vorgehensweise durchgearbeitet haben, so haben Sie grosse Arbeit geleistet! Sicher kein Unterfangen, dass in wenigen Minuten beendet ist. Aber Ihre Arbeit hat sich gelohnt und Sie werden ganz bestimmt die Erkenntnis erhalten haben, dass nur Sie allein der Gestalter Ihres Lebens(-erfolgs) sind. Ganz im Sinne der Artikelüberschrift: Design and Manufacture your Life.

Literatur

 

     

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